Indische Feige, Christenfeige, Barbarei-Feige: Ein und dieselbe Frucht trägt viele Namen. Was erzählen sie?

Eine Küste, kein Makel

In der Geschichte bezeichnet „Barbarei“ die nordafrikanische Küste, nach einem arabischen Wort für die Berber. Es ist ein alter geografischer Name, kein Urteil über die Frucht.

Indische Feige, Christenfeige

Die Pflanze wird auch „Indische Feige“ genannt, und ihr botanischer Name, Opuntia ficus-indica, bedeutet auf Lateinisch wörtlich „Feige der Indien“.

In einigen Regionen des Maghreb sagt man „karmouss nssara“, die Feige der Christen.

Ein noch umstrittener Ursprung

Man vermutet, dass „de Barbarie“ an die Region erinnert, in der sich die Frucht niedergelassen hat. Die Fachleute sind sich über den genauen Ursprung des Namens nicht alle einig.

Eine Frucht, viele Namen

Auf Französisch heißt sie figue de Barbarie (im Deutschen Kaktusfeige oder Feigenkaktus, wörtlich etwa „Barbarei-Feige“), auf Englisch prickly pear oder Barbary fig, auf Spanisch higo chumbo oder tuna, auf Italienisch fico d'India, auf Portugiesisch figo-da-índia, auf Niederländisch cactusvijg. Dieselbe Frucht, unterschiedliche Geschichten.

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Quellen: Etymonline (Eintrag „Barbary“), Wörterbuch La langue française (Einträge „figue de Barbarie“ und „figuier“).